Nutzung von erneuerbaren Energien wird Pflicht

Schon sechs Quadratmeter reichen aus

Der Bundestag hat am 6. Juni das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) verabschiedet. Demnach muss zukünftig der Wärmeenergiebedarf in Neubauten, die nach dem 31. Dezember 2008 fertig gestellt werden, anteilig aus erneuerbaren Energien, wie zum Beispiel Sonnenenergie, gedeckt werden. Auf diese Weise wird weniger Brennstoff verfeuert – und das bedeutet eine Verringerung von Abgasen und damit auch eine Reduzierung des klimaschädigenden Kohlendioxids.

Um die Forderung des Gesetzes zu erfüllen, reicht bei Ein- und Zweifamilienhäusern eine Solarkollektorfläche von vier Prozent der Nutzfläche des Gebäudes aus. Bei einem 150 Quadratmeter großen Haus sind also schon sechs Quadratmeter Kollektorfläche ausreichend. Mit einer solchen Anlage können über das Jahr gesehen etwa 60 Prozent des Energiebedarfs für die Warmwassererzeugung gewonnen werden. Dies entspricht einer Einsparung von zum Beispiel rund 200 bis 250 Litern Heizöl pro Jahr. Eine weitere Absenkung des Brennstoffverbrauchs ist möglich, wenn die Sonnenwärme auch zur Heizungsunterstützung genutzt wird. Hierzu muss die Kollektorfläche für eine Gebäudenutzfläche von 150 Quadratmetern etwa zehn Quadratmeter betragen.

Zu einer solarthermischen Anlage gehört ein Heizkessel, denn eine Solarwärmeanlage kann die Heizung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Technisch ideal ist die Kombination mit einem Brennwertkessel. Kessel dieser Art nutzen auch noch die Wärme der Abgase aus. Dasr echnet sich dann nicht nur in Sachen Umweltschutz, sondern reduziert die Heizkosten deutlich. Die Meisterbetriebe der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik zeigen gerne auf, wie man mit der Heizung im Neubau – aber auch durch die Modernisierung alter Anlagen – richtig sparen kann. Denn wer bei einem bestehenden Gebäude erneuerbare Energien zur Wärmegewinnung einsetzt, kann staatliche Zuschüsse, etwa für die Installation von Solarkollektoren und Brennwerttechnik, gleich mit einplanen.

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